Referenz-Sonographie

 

zertifiziert nach DEGUM Stufe II Innere Medizin

                   Seltene Gefäßpathologien viszeraler Gefäße

Oberbauchquerschnitt

Das Grauwertbild zeigt einen vermeintlichen Rundherd in der Leberpforte. Sein ventraler Rand weis Verkalkungen auf, ebenso die laterale Begrenzung. Das Binnenecho wirkt solide und in etwa isoechogen zur Leber.

Schallkopfwendung

Wendet man den Schallkopf entpuppt sich der Rundherd als eine längliche, ovaläre Struktur mit zirkulärer Verkalkung, die kranial, auf 6 Uhr und auf 3 Uhr echofreie Anschnitte erkennen lässt. Zudem liegt das Gebilde ventral der Portalvene. Die Differentialdiagnose umfasst eingeblutete postentzündliche Zysten, solide Tumore, Metastasen und Gefäßmalformationen.

Längsschnitt

In diesem Anschnitt wird der Verlauf der A.hepatica communis dargestellt. Ihr Verlauf führt direkt durch die zu klärende Struktur. Ventral ist das Gefäßlumen der Arterie von echoarmem Material umgeben, das in den vorherigen Bildern den Eindruck einer Raumforderung erweckte. 

 

 

CEUS

Gefäßdarstellungen sind verschiedentlich möglich. Der Kontrastultraschall zeigt den gewundenen Verlauf der Arterie in die Leber und schließt ein durchblutetes Gebilde sicher aus (schwarzes Areal). Die korrekte Diagnose ist ein selten vorkommendes Aneurysma der Leberarterie von ihrem Ursprung aus dem Truncus coeliacus bis in die Leberpforte.